7 Tipps von Lernenden, die sparen wollen.

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Kein Geld mehr und der Monat ist noch so lang?

Wenn bei dir regelmäßig Flaute im Geldbeutel herrscht, gibts wohl nur drei Möglichkeiten:
1. Das akzeptieren und genauso weitermachen. 2. Sparen. 3. Mehr Geld verdienen.

Um euch ein paar Ideen zu liefern, hier eine Liste der 6 Wege, Geld zu sparen, während ihr noch lernt. Wer lieber was dazuverdient, liest den Post „6 kreative Wege, Geld nebenbei zu verdienen“. Vorab gesagt, die Methoden sind teilweise in der Grauzone der Legalität, aber da es sich um Studenten- und Auszubildenden-Beiträge handelt, drücken wir mal ein Auge zu 😉

Der Weg zum Examen ist lang und beschwerlich genug – also fassen wir uns kurz:

1. Studiums- bzw. Ausbildungskosten

Du kannst selbst entscheiden, welchen Weg du wählt. Und du kannst selbst herausfinden, was das kosten wird. Alle Berufsfachschulen und Unis müssen angeben, wie viel die Ausbildung kostet. Daher kann es Sinn ergeben, eine etwas weitere Anfahrt oder einen Umzug in Kauf zu nehmen, wenn du dafür Studienbeiträge sparen kannst. Die teuerste Ausbildung ist nämlich nicht zwingend die beste – Recherchieren und Nachfragen (z.B. bei höheren Jahrgängen) lohnt sich also. Allgemein gilt: Die aktuellen Studiengänge sind kostengünstiger als die meisten Ausbildungen für Physios, Ergos und Logos.

Liam: „Ich wollte gerne Physiotherapeut werden und hab im Internet recherchiert, was das bei der Schule in meiner Stadt kostet. Ich war schockiert, dass es so teuer wird, ca. 13.000 Euro!! In Aachen war ein Studium möglich – das wären aber 200km Entfernung von zu Hause und ich müsste umziehen, falls ich dort genommen werde. Wohnen könnte ich bei der Tante einer Freundin, die wollte schon lange ein Zimmer + Bad vermieten. Sie hatte nur noch nicht die richtigen Mieter gefunden. Das war dann ich. Studiengebühren fielen pro Semester an, die Miete kostete mich 250 Euro im Monat. Günstiger Deal und endlich – halbwegs – auf eigenen Beinen stehen!!“

2. Unterbringung/ Wohnen

Wenn du weiß, in welcher Stadt du zukünftig lernst, stellt sich zwingend die Frage, wo du in Zukunft schläfst. Kannst du zu Hause bleiben (ist wohl am günstigsten) oder gehts in die erste, eigene Wohnung? Oder doch lieber in eine WG? Kommt drauf an, was du dir leisten willst und was du brauchst: Ruhe und Frieden oder partyfreudigen Trubel? Brauchst du eine Großraumküche oder tuts auch eine einzelne Kochplatte?  Bist du bereit, ein wenig Reisezeit in kauf zu nehmen? Außerhalb der Großstädte ist Wohnen meist deutlich günstiger. Es empfiehlt sich auch, mal in Facebook und/oder WG-gesucht nach Wohn-Angeboten zu stöbern. Die Unterkunft in Studenten-Wohnheimen muss früh reserviert werden. Vielleicht will auch jemand mit dir eine WG gründen? Oder der Freund einer Bekannten hat eine Oma, die schon ewig nach einer Unterstützung im Haushalt sucht und dir dafür mit der Miete entgegenkommt? Mittlerweile gibt’s da ziemlich coole Varianten, wie sich billig wohnen lässt.

Hinzu kommen mögliche Ersparnisse bei Wasser, Strom und Heizung. Wer nicht gleich die ganze Bude beleuchtet und auf 30°C heizt, kann hohe Rückzahlungen erwarten. Und was bitte spricht gegen einen dicken Kuschelpulli im Winter, statt Heizung auf 5?

Susanne: „Hab jetzt die Heizungsabrechnung für letztes Jahr erhalten. 168 Euro werden uns zurückerstattet. Das ist eine halbe Miete. Lohnt sich, würde ich sagen!“

3. Klamotten, Schuhe und Co.

Wer sieht sein Geld nicht gerne im Kleiderschrank hängen? Jeder, der auf seine Euros aufpassen muss. Kleidung braucht nicht nur Platz, sie ist auch teuer. Also warum nciht mal aussortieren und kaufen, was man sowieso nicht mehr trägt?  Ebay, Kleiderkreisel.de und Co sind hier super Anlaufstellen, auch um Schnäppchen zu ergattert. Auch der Besuch im Second Hand Laden kann ergiebig sein.

Wenn du dich nur schwer trennen kannst, gibts hier ein paar hilfreiche Fragen. Wenn du bei einem Teil mit „Nein“ antwortest, kann es weg. Ganz einfach. 1. Habe ich das im letzten Monat getragen?“ (ausgenommen Saisonkleidung wie Schneeanzug, Wintermantel …)
2. „Gefällt mir das noch?“ (wenn du nur kurz zögerst – weg damit!) 3. Nehmen mich meine Freunde so mit?/ Trägt man das noch so?“ (ja, manches kommt aus der Mode und bei knappem Budget lohnt es sich nicht, auf einen Relaunche der Mode zu warten) 4. „Kann ich das auf Arbeit anziehen?“ (es braucht einiges an Funktionskleidung, die eben nicht dem Freizeitstil entsprechen muss. Hier sollte man ein paar mehr Optionen behalten, falls es mal zu Engpässen zwecks Zwischenfällen kommt; #kotzendekinder).

Marie: „Ich hatte schon immer viele Klamotten – meistens hat meine Mutter die bezahlt. Beim Umzug fiel mir bei all den Kartons erst mal auf, wie viel das wirklich war. In der neuen WG dann hatte ich wenig Platz und hab strikt aussortiert. Wer bitte braucht 14 Hosen?! Ich hab für die Freizeit 4 behalten, 5 für die Ausbildung als Ergo. Hab immer eine Tasche mit Wechselzeug im Auto, seit eine Kollegin von einem Kind angekotzt wurde – das war echt ekelig, aber sie hatte nichts zum umziehen dabei und musste erst mal so weitermachen… Die restlichen Klamotten hab ich per App verkauft – und mal eben 300 Euro verdient!! Davon war ich dann mit den Mädels raus – man muss ja Prioritäten setzen!“

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4. Lernmaterial und Bücher allgemein

Gerade im medizinischen Bereich gibt es Unmengen an Fachliteratur, die noch größere Unmengen an Geld kosten. Dabei braucht man meist nur ein Kapitel oder nur ein einzelnes Schaubild! Auch hier ist das Internet oft hilfreich: ebay, kleinanzeigen und amazon.de bieten gebrauchte Bücher zum Kauf an. Auf den Homepages der Verlage gibt es oft Mängelexemplare zu günstigen Preisen zu kaufen – da muss man allerdings ein wenig Glück haben, dass das richtige dabei ist. Ebenfalls hilfreich kann google books sein: hier sind zwar nicht immer alle Seiten einsehbar, aber meistens reicht es für ein Zitat und die Literaturangaben allemal.
Auch reale Bibliotheken, vor allen an Unis und Fachhochschulen, sind äußerst wichtige Versorger, wenn es um kostengünstigen Lesestoff geht. In vier Wochen lässt sich ein Buch durcharbeiten, wichtiges kopieren oder abfotografieren! Es mag auch illegalere Möglichkeiten geben, diese werden hier bewusst nicht genauer erläutert. Wir sind der Meinung, Autoren steht Geld für ihre erbrachte Leistung zu!

Die Anschaffung eines Ebook-Readers oder Tablets bringt nur bedingt Vorteile: Die Bücher sind nur minimal billiger. Allerdings sind sie direkt zu lesen und man muss nicht darauf warten. Und per Reader ist es definitiv einfacher, 30 verschiedene Wälzer ohne Rückenschmerzen mit sich herumzutragen.

Chrissi: „Ich weiß, es ist moralisch nicht ok, aber ich bestelle oft Bücher bei Amazon, lese sie an oder manchmal auch schnell durch, mach mit dem Handy Fotokopien und schicke sie dann zurück. Dann hab ich das wichtigste inklusive der Literaturangaben. Eigentlich behalte ich aber immer mindestens eines der Bücher, sonst hab ich echt ein Problem mit meinem Gewissen.“

Kai: „Ich gebe zu, ich nutze pdfs aus dem Internet. Bislang ist dabei noch nie was passiert.. auch wenns glaub ich ein ziemliches Risiko ist, aber ich hab im Moment echt nicht das Geld dafür, mir alles zu kaufen. Außerdem spiele ich Apps von Applike, die geben mir Punkte dafür. Dafür hole ich mir Amazon-Gutscheine, die als „Währung“ bei meinem pdf-Verleger des Vertrauens gelten. Fachbücher for free quasi! Leider hab ich noch nicht genügend Gutscheine geholt, um bei Amazon direkt zu shoppen. Vielleicht wird’s ja noch was!“

5. Studentenrabatte und Aktionen nutzen

Ich hätte war nie damit gerechnet, dass ich das jemals wem empfehlen würde, aber jetzt mach ichs trotzdem: lest Werbung! Jawohl! Werbung in der Sonntagszeitung bringt manchmal wahre Schnäppchen zu Tage. Weniger Geld bezahlen für die gleiche Sache ist super, man muss sie nur finden. Outlet-Stores und Wochenangebote sind nur der Anfang. Coupon-Seiten wie Groupon, mydeal.com und Co sind ebenfalls sehr hilfreich. Urlaubsschnäppchen gibts bei weg.de, Urlaubspiraten und Secret Escapes. Und wenn man schon dabei ist, gerne auch nach Rabatten für online-Einkäufe googlen. Da gibts es immer irgenwas zu finden. Auch die Newsletter der Lieblings-Läden zu lesen ist manchmal sehr sinnvoll – so ist man über jeden Sale bestens informiert.

6. Selber kochen

Es klingt banal, ist aber ein riesen Ding: selbst zu kochen statt jeden Tag beim Dönermann oder im Schnellrestaurant an der Kasse zu blechen macht sich bemerkbar! Und es kann auch noch Spaß machen! Der Cocktailabend in der Lieblingsbar ist sicherlich teurer als der Mädelsabend zu Hause – und mit nichten langweiliger. Tanzen gehen kann man danach ja immer noch!

Semi: „War gestern mit meinen Jungs einen trinken, beim Kumpel. Wollten danach noch feiern gehen, haben das aber seien lassen. Hat etwas geknallt bei uns. Gab den selbstgemachten Likör von meiner Oma und die Jungs haben auch noch was mitgebracht. Dazu gabs selbst gemachte Pizza mit Belag nach Wunsch – fast wie beim 

7. Fortbewegungsmittel

Klingt etwas sperrig, ist es meisten auch. Gerade auf dem Land ist man auf ein eigenes Auto angewiesen, um von A nach B zu kommen. Später im Job ist es für Hausbesuche ebenfalls meist unerlässtlich, über einen eigenen Wagen zu verfügen. Aber in der Lernzeit? Braucht man es da wirklich? In Städten sind die öffentlichen Verkehrsmittel, Fahrrad, Inliner und Co wesentlich günstiger und manchmal (ziemlich oft!) auch schneller als das Auto. Und die eigenen vier Reifen sind zudem noch teuer: Kfz-Steuern, Versicherung, Sprit, Wartung, Reparaturen und Stellplatz (in Großstädten locker 60 Euro im Monat) sind nicht zu verachten und vermeidbar. Vielleicht kann der Wagen bei Bekannten untergestellt und abgemeldet werden. Wenn eine Reise ansteht, für die ein Auto wichtig ist, kann es ja temporär angemeldet und versichert werden.

Außerdem sind Car-sharing Projekte voll im Trend, gibts sogar für Wohnwagen!

Wenn ihr noch mehr Ideen habt, lasst es mich wissen.
Hilf anderen und schreib deine eigenen Spartipps in die Kommentare!

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